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Franz Neumann
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Friedrich Wilhelm Bessel
geb.: 22.07.1784 in Minden gest.: 17.03.1846 in Königsberg
Mathematiker, Astronom und Geodät Klassiker der Königsberger Naturwissenschaften und Gründer der Sternwarte Königsbergs 1811
 
Abb.F.W. Bessel im Kreise seiner Familie, Daquerreotypie,
Archiv der Franz Neumann-Stiftung
F.W.Bessel befaßte sich nach der abgebrochenen Schulzeit autodidaktisch mit Mathematik und Astronomie. Gefördert von H.W.Olbers aus Bremen, wandte er sich von der Schiffahrtkunde in Bremen ab und siedelte nach Lilienthal in die Sternwarte des Oberamtmannes J.H. Schöter über. 1809 berief ihn W. v.Humboldt an die Universität in Königsberg zur Errichtung einer Sternwarte. Er erlangte seine Promotion an der Universität Göttingen auf Fürsprache von C.F. Gauß.
 
Mit Karl Gottfried Hagen gab er das erste
"Königsberger Archiv für Naturwissenschaft und Mathematik" für Deutschland im Jahre 1812 heraus. Damit wurde der Grundstein für die "exakten Naturwissenschaften" im 19.Jahrhundert gelegt. Die Mathematik benötigte er für Berechnungen zur Positionsastronomie, zur Refraktion der Atmosphäre, sowie der Polschwingungen. Die Messung der Entfernung von Fixsternen machten ihn weltberühmt. Die "Besselfunktion" wird noch heute vielfach angewandt. Historiker sehen Bessel als treibende Kraft des "Dreigestirns" F.W. Bessel.
C.G. Jacobi und F. Neumann. Die drei Wissenschaftler wiesen erstmals für Deutschland auf die Bedeutung des Experimentalunterrichtes im Rahmen der exakten Naturwissenschaften im 19.Jahrhundert hin (Lawrynowicz).
1809 vermählte er sich mit Johanna Hagen, einer Tochter K.G. Hagens (siehe dort).
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Zu den Abbildungen: oben links: Gipsmedaillon von Leonhard Posch, das Bessels Eltern vor seinem  Weggang nach Köngisbeg 1810  haben anfertigen lassen. (Ein Original aus dem Archiv der Franz Neumann-Stifung)
Die KPM-Tasse stellt die Sternwarte nach ihrem Bau um 1810 dar. Privatbesitz Niederhaus, H., z.Zt. Leihgabe Bessel-Museum Minden
Das Bild der Sternwarte nach 1830 mit Neupflanzung des Gartens befindet sich im Archiv der Franz Neumann-Stiftung. Rechts: Arbeitszimmer F.w. Bessels in der Sternwarte, darunter Kreidezeichnung 1825 des jungen Wissenschaftlers aus Königsberg
Bessel wurden höchste Auszeichnungen erteilt. Er war Mitglied zahlreicher
internationaler Gesellschaften und erhielt 1842 den Pour le Mérite.
1842 erkrankte Bessel an einer Retroperitonealfibrose, der Ormond´schen Erkrankung, der er schließlich erlag. Er wurde auf dem Alten Neuroßgärter Friedhof beigesetzt, den sog. Gelehrten- oder Ehrenfriedhof.
 
Eine überlebensgroße Gipsbüste der Russischen Bildhauerin Olga Badmajewa aus Pensa befindet sich im Museum Stadt Königsberg in Duisburg. (Das Kupfer-Original ist zu finden in Kaliningrad/ Königsberg im Mathematischen Institut).
Die beiden Gemälde stammen aus dem Nachlass der Familie Bessel.
 
 
Links v.l.n.r. Prof. Lawrynovicz als Gastgeber,
Dr. Franz Neumann, Prof. Malakhowski,
Prof. K. Olesko, USA, Prof. Peter Roquette anlkässlich der 450-Jahrfeier der Albertus- Universität 1994 in der Mathematischen Fakultät (David Hilbert-Auditorium)
Bessel-Grabplatte
am ehemaligen Standort der Sternwarte (vor 1991)  mit deutsch-russischer Beschriftung. Bessel Denkmal vor der Schule Nr. 23 (in der sich auch ein kleines Bessel-Museum befindet). Nähere Erläuterungen finden Sie auf der Seite Kunstobjekte der Familie im heutigen Kaliningrad.
 
Literatur:
 
1.) Lawrynowicz, K. Friedrich Wilhlem Bessel Vita Mathematica Bd. 9 Birkhäuser Verlag 1995;
2.) Neumann-Redlin von Meding, E.: Bessel im Kreise der Königsberg Wissenschaftler. Festrede im Rathaus Minden zum 150.Todestag. Festschrift Besselgymnasium Minden 1996.
3.) Neumann-Redlin von Meding, E.: Vor 150 Jahren: Die Beschreibung der
Retroperitonealfibrose, der Ormond 'schen Erkrankung (Ormond disease) am Krankheitsbild F.W.Bessels. Urologe (B)(1996)36:378-382. Veränderter Zweitabdruck in Königsberger Bürgerbrief Nr. 47, 1996
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