30.5.1817 Königsberg/ Pr.
09. 11.1893 Cambridge, Massachusetts, USA
Arzt, Zoologe und Entomologe, Sohn des Nationalökonomen Prof. Carl Heinrich Hagen und Anna Hagen, geb. Linck, Enkel von Karl Gottfried Hagen, dem letzten Universalgelehrten an der Albertus Universität zu Königsberg und Neffe von Ernst August Hagen, dem ersten Professor für Kunstgeschichte und Ästhetik in Preußen.
Beeinflusst wurde Hagen durch seinen Großvater, Karl Gottfried Hagen, der, nachdem er 1816 die Hofapotheke in Königsberg an seinen Sohn Johann Friedrich abgegeben hatte, in die Ziegelstraße am Burgkirchenplatz umzog. Neben der Studierstube gab es im neuen Haus ein Auditorium, in dem seine Sammlungen aufgestellt waren, darunter neben der Bernstein- und Herbariensammlung auch diejenige für Insekten, die Hagen selbst gefangen hatte und in selbst gefertigten Glaskästchen aufbewahrte. Diese Entomologische Sammlung faszinierte den damals ca. 10-jährigen Hermann August so sehr, dass er sich früh entschloss, Zoologe zu werden. Die Entomologische Sammlung Karl Gottfried Hagens dürfte später der Grundstock für diejenige von Hermann August H. geworden sein, auf der seine Bibliotheca Entomologica 1862 fußte.
Verheiratet war er mit Elise Johanna Marie Gerhards (18.7.1832 - 17.8.1917), die nach seinem Tod wieder nach Königsberg zurück zog. Die Ehe blieb kinderlos. Regen Kontakt hielt er mit seinen fünf Brüdern, so zu Adolph Hagen, der über viele Jahre Stadtrat und Kämmerer in Berlin, später auch Landtags- und Reichstagsabgeordneter war. Vor seinem Tod litt er an einem periferen Nervenleiden. Beerdigt wurde er auf dem Universitätsfriedhof Mount Auburn in Cambridge-Massachusetts.